Auskragung — Die Auskragung bezeichnet den frei über die vordere Stützenreihe hinausragenden Teil des Daches. Sie ermöglicht einen stützenfreien Bereich vor der Terrasse, erhöht aber Biegemoment und Windlast auf die Konstruktion und ist daher statisch begrenzt.
Eine Auskragung (auch Kragarm) ist der Dachbereich, der über die letzte Stützenlinie hinaussteht, ohne selbst abgestützt zu sein. Sie schafft Freiheit im Grundriss: Man kann näher an der Terrassenkante sitzen, ohne dass eine Stütze im Weg steht. Bei einer Terrassenüberdachung aus Aluminium sind moderate Auskragungen als Richtwert bis rund einen halben Meter üblich, abhängig vom Profilsystem.
Je weiter das Dach auskragt, desto größer werden das Biegemoment im Trägerprofil und die Hebelkräfte an den Stützen. Zusätzlich greifen Windlasten am freien Rand stärker an, weil dort Sog- und Druckkräfte entstehen. Deshalb bestimmt die statische Berechnung, wie weit eine Auskragung bei gegebener Profilstärke, Schneelast und Verankerung zulässig ist.
Für die Praxis bedeutet das: Wer eine große stützenfreie Auskragung wünscht, braucht meist kräftigere Profile oder eine engere Stützenteilung an anderer Stelle. Die verbindliche Auslegung übernimmt der Fachbetrieb im Rahmen der geprüften Statik; erfundene Maximalwerte helfen hier nicht weiter.