Auskragung — Die Auskragung bezeichnet den frei über die vordere Stützenreihe hinausragenden Teil des Daches. Sie ermöglicht einen stützenfreien Bereich vor der Terrasse, erhöht aber Biegemoment und Windlast auf die Konstruktion und ist daher statisch begrenzt.
Eine Auskragung (auch Kragarm) ist der Dachbereich, der über die letzte Stützenlinie hinaussteht, ohne selbst abgestützt zu sein. Sie kann mehr Freiheit im Grundriss schaffen. Ob und wie weit eine Auskragung möglich ist, hängt vom konkreten Profilsystem, den Lasten, Anschlüssen und dem statischen Nachweis ab.
Je weiter das Dach auskragt, desto größer werden das Biegemoment im Trägerprofil und die Hebelkräfte an den Stützen. Zusätzlich greifen Windlasten am freien Rand stärker an, weil dort Sog- und Druckkräfte entstehen. Deshalb bestimmt die statische Berechnung, wie weit eine Auskragung bei gegebener Profilstärke, Schneelast und Verankerung zulässig ist.
Für die Praxis bedeutet das: Eine große stützenfreie Auskragung kann stärkere Profile oder eine andere Stützenteilung erfordern. Die verbindliche Auslegung ergibt sich aus dem konkreten System und dem erforderlichen statischen Nachweis.
Häufige Fragen
Wie weit darf ein Terrassendach auskragen?+
Das hängt von Profilsystem, Schnee- und Windlast, Geometrie, Anschlüssen und Verankerung ab. Den zulässigen Wert legt der projektbezogene statische Nachweis fest.