Dachneigung — Die Dachneigung ist der Neigungswinkel einer Dachfläche gegenüber der Waagerechten, angegeben in Grad oder Prozent. Bei einer Terrassenüberdachung sorgt ein Mindestgefälle dafür, dass Regenwasser sicher abläuft und sich kein Wasser auf der Eindeckung staut.
Die Dachneigung entscheidet maßgeblich darüber, wie zuverlässig Niederschlag von der Dachfläche abgeführt wird. Ein flaches, aber nicht waagerechtes Gefälle reicht bei einer Terrassenüberdachung meist aus, damit Wasser in Richtung Traufe und weiter in die Regenrinne läuft. Zu geringe Neigung begünstigt stehendes Wasser, Verschmutzung und im Winter zusätzliche Lasten durch liegenbleibenden Schnee.
Wie stark ein Dach geneigt sein sollte, hängt vom Eindeckungsmaterial ab: Glas, Stegplatten und Trapezblech haben unterschiedliche Anforderungen an das Mindestgefälle. Die Neigung ergibt sich in der Praxis aus dem Höhenunterschied zwischen der wandseitigen Befestigung und der vorderen Traufkante, also aus dem Verhältnis von First- und Traufhöhe.
Neben der Entwässerung beeinflusst die Dachneigung auch die statische Auslegung, weil sie mitbestimmt, wie Schnee auf der Fläche liegen bleibt oder abrutscht. Die konkrete Ausführung ist deshalb Teil der Statik-Planung und sollte mit einem Fachbetrieb abgestimmt werden. Konkrete Grad- und Prozentwerte sind material- und systemabhängig und hier nur als allgemeine Orientierung zu verstehen.